Frauen wollen lieber Männer an die Front schicken – ein Essay zum UNESCO Welttag der Frauen

Berlin | analogo.de – Deutschland hat sich auf den Weg in die Krieg gemacht. Anlässlich des heutigen UNESCO Welttages der Frauen spüren wir nach, wie es die Deutschen mit der Gleichberechtigung sehen, wenn es um die Frage der Wehrpflicht geht. Tatsächlich wollen 56 Prozent aller Frauen die Wiedereinführung der Wehrpflicht, und mit großer Mehrheit wollen die Frauen nur die Männer schicken. Das bedeutet: Wenn die Todeswahrscheinlichkeit durch die Wehrpflicht steigt, dann wollen Frauen Männer tendenziell in den Tod schicken, während sie zuhause Cappucino trinken.  

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Wenn rund 60 Prozent aller Frauen in Deutschland (Tendenz steigend) die Wiedereinführung der Wehrpflicht wollen, und wenn die demokratisch gewählten Volksvertreter eine solche Wehrpflicht schließlich einführen, dann müssen auch die Frauen eingezogen werden. Alles andere wäre eine verfassungsfeindliche Diskriminierung der Männer.

Denn Artikel 3 der deutschen Verfassung gibt eindeutig vor, dass alle Männer und Frauen gleichberechtigt sind, dass der Staat die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern fördert und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinwirkt. Niemand darf demnach wegen seines Geschlechtes benachteiligt oder bevorzugt werden.

Vom norddeutschen Kriegstreiberverlag Axel Springer liest man seit Jahren, dass der Kuschelkurs vorbei sei. Das ist natürlich Unsinn, denn niemand muss jemand anderen töten, auch nicht für eine angebliche Verteidigung der Demokratie. So nebenbei: Wer für die Demokratie töten will, entwertet die Demokratie.

Dagegen gilt: Sofern man Krieg will, sind auch Frauen ebenso kriegsverwendungsfähig wie Männer. Deutsche Frauen wählen gerne Parteien wie CDU, SPD und Grüne, die allesamt kriegsbegeistert sind und sich lautstark für den Export von deutschen Kriegswaffen stark machen. Die Grünen haben sich daher das Attribut „olivgrün“ eingehandelt, die Tarnfarbe tötender Soldaten.

Die Kriegslüsternheit der Deutschen in den westlichen Gebieten der Bundesrepublik ist gar so riesig, dass die Bevölkerung von Baden-Württemberg den Olivgrünen am heutigen Tag der Landtagswahlen die meisten Stimmen gab. An der olivgrünen Front steht Cem Özdemir, der der Überzeugung ist, dass sich die Frage einer Wehrpflicht erst gar nicht mehr stellt.

Knapp die Hälfte der weiblichen Wehrdienstbefürworter meint, dass lieber die Männer diese Drecksarbeit tun und im Zweifel an der Front sterben sollen. Es gibt auch Männer, die Frauen von der Wehrpflicht befreit sehen wollen, aber deutsche Männer zeigen nicht so vehement von sich weg wie Frauen. Viele deutsche Männer meinen, wenn schon Wehrpflicht, dann für alle Geschlechter.

In Österreich sind Frauen tendenziell weniger für die Wehrpflicht als in Deutschland, teilen mit deutschen Frauen aber die Ablehnung, selber herangezogen zu werden. In Österreich sind satte 75 Prozent der Frauen strikt dagegen.

Dabei sind es landauf landab Frauen, die bei Diskussionen in Büros, Amtsstuben und Berliner Szenecafés die Diskussionen dominieren. Im Diskutieren sind Frauen groß, mit stirnrunzelnder Moral und besserwisserischer Meinung schnell bei der Hand. Das gleiche Lohnniveau wollen sie sowieso, auch wenn sie jahrelang nur die Kinder hüten, während sich Männer für eine Lohnerhöhung von 150 Euro innerhalb zweier Jahre simultan auf der Arbeit abkämpfen. 

Gleichberechtigung, natürlich. Aber nur wenn es um das Angenehme geht. Sollen Frauen ihren Anteil am Unbehaglichen übernehmen, weisen sie schnell mit dem Finger von sich weg. Nach dem Prinzip: Wir wählen demokratisch, dass die Wehrpflicht eingeführt wird, aber bitte nicht für uns. Sollen doch die Männer im Krieg sterben. Ich wäre doch sowieso nicht so stark wie ein Mann.

Die kriegslüsterne USA mustert Frauen mit dem sogenannten US Army Fitness Test (AFT). Schließlich brauchen die USA für ihre endlosen Kriege immer neues Menschenmaterial, auch „Human Resources“ genannt.

Da Frauen aber die gleichen körperlichen Anforderungen wie ihre männlichen Aspiranten bestehen müssen, bleiben am Ende wieder mehr Männer übrig. So täuscht die US-Armee der Bevölkerung Gleichberechtigung vor, die keine ist.

Dass Frauen ebenso kämpfen können wie Männer, zeigt in der Geschichte das indische Rani of Jhansi Regiment. Den Wikipedia-Artikel gibt es natürlich nicht auf Deutsch. So viel Gleichberechtigung weiß die deutsche Volksseele geschickt zu verhindern. 

analogo.de ist strikt gegen jede Form von Wehrpflicht. Niemand sollte für irgendeine Organisation gezwungen werden können, das Töten zu lernen und am Ende ausüben zu müssen. Wir meinen: Wenn aber Männer zur Armee und in den Kampf geschickt werden, dann müssen gleich viele Frauen ran. In einem noch konkreteren Schritt sollten alle Frauen, die sich für Kriegseinsätze aussprechen, praktisch in denselben Kampfeinsatz geschickt werden wie dementsprechende Männer.

Das ist die einzige Möglichkeit, wahre Verantwortung für die eigene Meinung und das eigene Wahlverhalten zu übernehmen.

Weibliche Soldaten. Bildrechte: Pixabay User dimitrisvetsikas1969-military-3786392_1920