Überwachung durch NSA, GCHQ, BND & BfV

Willkommen auf der Seite von analogo.de über die staatliche Überwachung durch die Geheimdienste NSA, GCHQ, BND und BfV. Der NSA-Mitarbeiter Edward Snowden hat veröffentlicht, wie die USA mit Hilfe ihrer Technologiekonzerne Google, Amazon, Apple und anderen die gesamte westliche Welt überwachen. Innerhalb der 18 US-Geheimdienste terrorisiert vor allem sein ehemaliger Arbeitgeber NSA (National Security Agency) die Weltbevölkerung durch Massenüberwachung. Über den Geheimdienstverbund Five Eyes sind mit den Aktivitäten der NSA in erster Linie der britische Geheimdienst GCHQ in Cheltenham und die äquivalenten Spionageeinheiten aus Kanada, Australien und Neuseeland verbunden.

Snowden musste es wissen. Und weil er die dreckigen Spiele der US-Behörden kannte, war es ihm irgendwann zu viel. Er nahm kein Blatt mehr vor den Mund, und ließ veröffentlichen, was die NSA und mit wem zusammen es die NSA macht.

Heise Online berichtete, wie der amerikanische Geheimdienst NSA über US-Regierungsstellen Druck innerhalb der Europäischen Union (EU) ausübte, um gesetzliche Grundlagen für eine leichtere Massenüberwachung zu schaffen. So brachten die USA Deutschland dazu, das G10-Gesetz zu ändern, um die NSA zu „beschwichtigen“, so Edward Snowden in einer schriftlichen Antwort auf Fragen des NSA-Untersuchungsausschusses im Europaparlament.

Dabei bestätigte Snowden Abhörangriffe auf die belgische Telekommunikationsfirma Belgacom (EU-Standort Brüssel), das Telekommunikationsnetzwerk SWIFT der Kreditinstitute (um Mastercard- und VISA-Transaktionen zu überwachen), die Vereinten Nationen mit so Abteilungen wie die UNICEF. 

In Deutschland verwanzte die NSA die kompletten Flughafenkamerasysteme, so dass man bereits im NSA-Hauptquartier in Fort Meade/Maryland sehen kann, wer sich zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort bewegt. Ein Zentrum der NSA sind die alten Kasernenhochburgen des US-Militärs im Rhein-Main-Gebiet. Das NSA European Technical Center ist beispielsweise im zu Wiesbaden gehörenden Stadtteil Kastel angesiedelt, von wo die NSA technischen Support an Drittpartner in Europa und den Mittleren Osten bereitstellt. Weitere NSA-Standorte sind in Bremerhaven (Naval Security Group Activities), Berlin, Bad Aibling, auf dem US-Stützpunkt Baumholder, Augsburg (USASAFS), in Herzogenaurach (16th USASA Field Station), Frankfurt, Stuttgart und Rothwesten im Fuldatal.

Auf Linkedin bewarb sich ein NSA-Spezialist für elektronische Kriegsführung offen für einen neuen Job, und gab seine Berufsqualifikation an. Er habe zwischen Juli 2002 und April 2005 in Kastel für die 485th Intelligence Squadron gearbeitet, war dort für Netzwerke und Satellitenkommunikation zuständig. 2003 sei er sogar zum „Service Member of the Year“ gekürt worden. Zwischen September 2009 und Oktober 2010 habe er in Darmstadt nahe des streng geheimen NSA-Dagger-Komplexes ausländische Kommunikation abgefangen. Im später aufgeflogenen Dagger-Komplex setzt der Geheimdienst vor allem Luftwaffenpersonal der 66. Military Intelligence Brigade ein.

Die USA arbeiten eng mit den Ministerpräsidenten aus Rheinland-Pfalz und Hessen zusammen, die die dreckigen Aktionen der Amerikaner decken. In Rheinland-Pfalz betreiben die USA den größten Militärflughafen außerhalb der USA, in Ramstein, und haben zudem viele andere Standorte über Pfalz und Eifel verteilt. In Hessen sitzt das Hauptquartier der US-Armee für Europa und Afrika (USAREURAF), hierzu ein großer Militärflughafen und das 200 Millionen Euro teure Consolidated Intelligence Center der US-Geheimdienste. Die durch die USA organisierte staatliche Überwachung in Deutschland ist derzeit stärker denn je.

Auch brachten die Klagen in Deutschland gegen die NSA nichts. Die Berliner Rechtsanwaltskanzlei Schultz & Förster vertrat die Internationale Liga für Menschenrechte, den Chaos Computer Club und Digitalcourage bei ihrer Strafanzeige beim Generalbundesanwalt gegen Agenten US-amerikanischer, britischer und deutscher Geheimdienste, gegen ihre Vorgesetzen sowie Mitglieder der Bundesregierung wie Bundeskanzlerin Merkel wegen geheimdienstlicher Massenüberwachung.

Die Anzeige erfolgte 2014 wegen verbotener geheimdienstlicher Agententätigkeit (§ 99 StGB), Beihilfe dazu, Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs und Strafvereitelung im Amt durch Duldung und Kooperation. Der Generalbundesanwalt Harald Range sah keinen hinreichenden Tatverdacht (obwohl die Nachrichten tausende Meldungen brachten), keine gerichtsfesten Beweise (Range wollte einfach nicht), keine Zugangsmöglichkeiten zu Snowdens Dokumenten (obwohl sie bei WikiLeaks vorlagen) – und stellte wenig überraschend das Verfahren 2017 ein. Denn die Bundesregierung hat ein explizites Interesse, die Bürgerinnen und Bürger zu überwachen, um sie bis ins Detail kontrollieren zu können. 

Range hatte auch vergeblich auf das Ermittlungs-OK seiner Chefin gewartet, der pseudo-liberalen Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Während Range also seine Chefs unbeschadet ließ, vergriff sich der Mann lieber an zwei Journalisten von netzpolitik.org. Die hatten nämlich Dokumente zu einer geplanten Ausweitung der Massenüberwachung des deutschen Geheimdienstes  veröffentlicht. Der sich heute so für Meinungsfreiheit einsetzende Geheimdienstchef Hans-Georg Maaßen wollte den zwei Journalisten wegen „Landesverrats“ ans Leder.

Über verschiedenste Mittel beteiligen sich die deutschen Geheimdienste an der Massenüberwachung, so zum Beispiel durch Nutzung der NSA-Spionagesoftware XKeyscore. Diese Software kann Usernames und Passwörter ausspionieren, und zieht sich Daten unter anderem durch das Programm FORNSAT von ausländischen Satelliten. Elon Musks Spionagesatelliten sind eine Weiterentwicklung der global vernetzten Massenüberwachung. Der BND ist unter anderem über sein Zentrum in Bad Aibling eingebunden, wo im Programm GARLICK Satellitendaten fremder Länder abgeschnorchelt werden (siehe Liste aller FORNSAT-Stationen in ANA LOGO Datenbank – Quelle: WikiLeaks).

Wikipedia berichtet, wie der dänische Geheimdienst Forsvarets Efterretningstjeneste Xkeyscore verwendete, um Politiker der befreundeten Staaten Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland abzuhören. Staaten sind kriminelle Einheiten, und dieser Umstand wird durch die staatliche Überwachung verstärkt.

Snowden und WikiLeaks bewiesen durch zahlreiche Dokumente und Bilder, wie die Geheimdienste fast alles mitlesen bzw. erfassen, was Menschen im Internet zu welchen Zeitpunkt und in welcher Reihenfolge machen. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales klagte zusammen mit Human Rights Watch und Amnesty International, aber die Klage wurde in Maryland von korrupten Richtern abgewiesen. In der Konsequenz überwachen die überwachenden Staaten weiterhin das Verhalten von Wikipedia-Autoren, die sich kritisch über ihre Regierung äußern. Die ganze Aufregung muss Range ans Herz gegangen sein, er starb im frühen Alter von 70 Jahren ein Jahr nach Abweisung der Klage von Internationaler Liga für Menschenrechte, Chaos Computer Club und Digitalcourage.

Derweil erhält in den USA Google weiter regelmäßig Briefe vom Justizministerium mit der Aufforderung, Nutzerdaten herauszurücken (siehe ein Schreiben in ANA LOGO Datenbank – Quelle: WikiLeaks). Die EU hat sich das Prinzip abgeschaut und zensiert und sanktioniert mittlerweile, wo sie kann.

Zwischenzeitlich tat man im Bundestag so, der bösen NSA mal auf die Finger zu schauen. Man richtete einen Untersuchungsausschuss ein, der von unglaublich vielen Missetaten erfuhr, diese aber meist verheimlichte und vor allem – keine Konsequenzen daraus trug. Anbei listet analogo.de alle Zeugen bis Mitte Januar 2015 auf, die seit dem 22. Mai 2014 vor dem NSA Untersuchungsausschuss ausgesagt haben. Aufgrund der Vielzahl von Fragen während eines Sitzungstages erscheinen auf der Liste nur ausgesuchte Stellungnahmen bzw. Aussagen der befragten Zeugen. Laden Sie sich die Liste auch im handlichen DIN A4-Format aus der ANA LOGO Datenbank herunter.

NSA-Untersuchungsausschuss – Zeugen-Liste und Aussagen
#Datum der
Anhörung
Art der AnhörungNameFunktionInhalte der Befragung
122.05.2014SachverständigenanhörungHans-Jürgen PapierBundesverfassungsgericht, Präsident 2002 bis 2010Das Vorgehen des Bundesnachrichtendienstes ist teilweise verfassungswidrig.
2  Hans-Jürgen PapierBundesverfassungsgericht, Präsident 2002 bis 2010Der Staat ist verpflichtet für eine Kommunikationsinfrastruktur zu sorgen, die die Grundrechte gewährt und sichert.
3  Hans-Jürgen PapierBundesverfassungsgericht, Präsident 2002 bis 2010Ausländische Nachrichtendienste haben kein Recht in Deutschland die Kommunikation zu überwachen. Bei Eingriffen in die deutschen Grundrechte muss der Staat einschreiten.
4 SachverständigenanhörungWolfgang Hoffmann-RiemBundesverfassungsgericht,
Richter 1999 bis 2008
Das Vorgehen des Bundesnachrichtendienstes ist teilweise verfassungswidrig.
5  Wolfgang Hoffmann-RiemBundesverfassungsgericht,
Richter 1999 bis 2008
Ausländische Nachrichtendienste haben kein Recht in Deutschland die Kommunikation zu überwachen. Bei Eingriffen in die deutschen Grundrechte muss der Staat einschreiten.
6 SachverständigenanhörungMatthias BäckerProfessor für Recht
Universität Mannheim
Das Vorgehen des Bundesnachrichtendienstes ist teilweise verfassungswidrig.
7  Matthias BäckerProfessor für Recht
Universität Mannheim
Ausländische Nachrichtendienste haben kein Recht in Deutschland die Kommunikation zu überwachen. Bei Eingriffen in die deutschen Grundrechte muss der Staat einschreiten.
805.06.2014Sachverständigenanhörung
(Beweisbeschluss SV-4)
Stefan TalmonVölkerrechtler, Rechtsanwalt, Rechtswissenschaftler Uni BonnGegen die Amerikaner hat Deutschland sowieso keine Chance.
9 Sachverständigenanhörung
(Beweisbeschluss SV-4)
Helmut Philipp AustRechtswissenschaftler an der Universität BerlinEs gibt keine eindeutigen Rechtsgrundlagen. Alle haben Schuld. „Wer sich als Staat selbst an weitreichenden Programmen der nachrichtendienstlichen Überwachung beteiligt, kann dies kaum glaubwürdig kritisieren.“
10 Sachverständigenanhörung
(Beweisbeschluss SV-4)
Douwe KorffExperte für internationales RechtEien Überwachung Deutschlands durch die USA (undGB?) verletzt die deutsche Souveränität.
11 Sachverständigenanhörung
(Beweisbeschluss SV-4)
Douwe KorffExperte für internationales RechtBefürwortet eine Staatenklage gegen die Regierung Großbritanniens vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
12 Sachverständigenanhörung
(Beweisbeschluss SV-3)
Russell A. MillerProfessor für Recht
Washington / USA
Die NSA hat unverhältnisemäßige und krank-erdachte Überwachungsprogramme aufgelegt.
13 Sachverständigenanhörung
(Beweisbeschluss SV-3)
Ian BrownInternetforscher aus Oxford / GBBritische Geheimdienste nehmen sich das Recht heraus fast alles zu tun, um die nationalen Sicherheit, eigene Wirtschaftserfolge oder die Aufklärung von schweren Verbrechen zu gewährleisten.
1426.06.2014Sachverständigenanhörung
(Beweisbeschluss SV-1)
Michael WaidnerFraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie, Leiter 
15 Sachverständigenanhörung
(Beweisbeschluss SV-1)
Sandro GayckenSicherheitsforscher 
16 Sachverständigenanhörung
(Beweisbeschluss SV-1)
Christopher SoghoianAmerican Civil Liberties UnionAnhörung platzte wegen Verspätung. Soghhoian schrieb später, dass Kommunikationen stärker verschlüsselt werden sollen.
17 Sachverständigenanhörung
(Beweisbeschluss SV-1)
Frank RiegerChaos Computer Club und
Werner-Holtfort-Preisträger
 
1803.07.2014Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-3)
William BinneyWhistleblower und NSA ehemaliger Technischer DirektorDie NSA st eine „gefährliche Datensammelmaschine“. „Sie wollen Informationen über alles haben. Das ist wirklich ein totalitärer Ansatz, den man bislang nur bei Diktatoren gesehen hat“.
19  William BinneyWhistleblower und NSA ehemaliger Technischer Direktor„Nach dem 11.09. gab es so etwas wie Privatsphäre nicht mehr.“ Die Kontrolle der Menschen ist auch das Ziel.
20  William BinneyWhistleblower und NSA ehemaliger Technischer DirektorDer Grund für das Abhören des Handys von Bundeskanzlerin Merkel: Die NSA wollte Denken und Sorgen Merkels besser verstehen.
21 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-29)
Thomas DrakeWhistleblower, ex-NSA-Mitarbeiter
Sollte lebenslang hinter Gitter,
Gewinner des Ridenhour Truth-Telling Prize
Der BND ist ein „Wurmfortsatz der NSA“.
22  Thomas DrakeWhistleblower, ex-NSA-Mitarbeiter
Sollte lebenslang hinter Gitter,
Gewinner des Ridenhour Truth-Telling Prize
Der BND arbeitet eng mit der NSA zusammen und verstößt potenziell gegen die Verfassung, indem er Daten der NSA nutzt.
23  Thomas DrakeWhistleblower, ex-NSA-Mitarbeiter
Sollte lebenslang hinter Gitter,
Gewinner des Ridenhour Truth-Telling Prize
Die Behauptung des BND, er habe nichts von der massenhaften Datenüberwachung durch die NSA gewusst, ist seiner Zusammenarbeit „jenseits jeder Glaubwürdigkeit“.
24  Thomas DrakeWhistleblower, ex-NSA-Mitarbeiter
Sollte lebenslang hinter Gitter,
Gewinner des Ridenhour Truth-Telling Prize
Der BND liefert Daten für den Drohnenkrieg der USA.
2525.09.2014Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-39)
R. U.Bundesnachrichtendienst seit 1996, Leiter des Standorts Bad Aibling seit 2010
Nachfolger von Zeuge T. B.
Verweigert gemäß Anweisung des BND über fünfzig Mal die Aussage. Wofür sein Maulkorb gilt, listet netzpolitik.org auf (siehe Link).
26  R. U.Bundesnachrichtendienst seit 1996, Leiter des Standorts Bad Aibling seit 2010
Nachfolger von Zeuge T. B.
„BND und NSA haben seit 2002 ein streng geheimes Memorandum of Understanding.“ Der Spiegel berichtete über dieses (siehe Link).
27  R. U.Bundesnachrichtendienst seit 1996, Leiter des Standorts Bad Aibling seit 2010
Nachfolger von Zeuge T. B.
„Ich kenne das Programm „Thin Thread“ nicht.“
28  R. U.Bundesnachrichtendienst seit 1996, Leiter des Standorts Bad Aibling seit 2010
Nachfolger von Zeuge T. B.
Laut der ZEIT wird klar, dass die Rechtsgrundlage, auf der der Datenaustausch der Geheimdienste in Bad Aibling passiert, alles andere als sauber ist.
29  R. U.Bundesnachrichtendienst seit 1996, Leiter des Standorts Bad Aibling seit 2010
Nachfolger von Zeuge T. B.
Die Hauptaufgabe von Bad Aibling ist der Schutz der Bundeswehr bei Einsätzen außerhalb der BRD (force protection).
30  R. U.Bundesnachrichtendienst seit 1996, Leiter des Standorts Bad Aibling seit 2010
Nachfolger von Zeuge T. B.
Satellitenkommunikation wird im Promillebereich abgehört.
31  R. U.Bundesnachrichtendienst seit 1996, Leiter des Standorts Bad Aibling seit 2010
Nachfolger von Zeuge T. B.
Der BND speichert Telefonate und den kompletten Computer-Datenverkehr (via IP-Adressen).
32 R. U.Bundesnachrichtendienst seit 1996, Leiter des Standorts Bad Aibling seit 2010
Nachfolger von Zeuge T. B.
Aus den gespeicherten Informationen werden via (teils mit der NSA abgestimmten) Selektoren Telefonnummern, E-Mail-Adressen und andere Dinge herausgefiltert.
33 Nicht-Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-40)
J. Z.Bundesnachrichtendienst Bad Aibling, Mitarbeiter X-Keyscore (NSA-Zusammenarbeit)Aussage nur in nicht-öffentlicher Sitzung, u. a. weil der genaue Name des Sachgebietes, in dem Überwachungsprogramme wie XKeyscore eingesetzt werden, geheim bleiben müssen.
3409.10.2014Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-43)
Frau H. F.,
anwesend mit BND-Anwalt Johannes Eisenberg
Bundesnachrichtendienst
Volljuristin
Es gibt protokollierte Eingangslisten am Eingang der Besuchertribüne. Des Journalist Andre Meister wird durch einen Polizisten während der Sitzung überwacht, Kritik ist nicht erwünscht.
35  Frau H. F.,
anwesend mit BND-Anwalt Johannes Eisenberg
Bundesnachrichtendienst
Volljuristin
In Bad Aibling werden ausländische Satelliten (Afghanistan, Pakistan) abgehört. Da Ausland, gilt das BND-Gesetz nicht. Hier gilt das BDSG.
36  Frau H. F.,
anwesend mit BND-Anwalt Johannes Eisenberg
Bundesnachrichtendienst
Volljuristin
„BND hat zu keinen Zeitpunkt gegen den Willen des BfDI Unterlagen zum Kontrollbesuch zurückgehalten“. (siehe Bericht von ZEIT Online)
37 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-44)
A. F.
mit BND-Anwalt Johannes Eisenberg
BundesnachrichtendienstEs gibt protokollierte Eingangslisten am Eingang der Besuchertribüne. Des Journalist Andre Meister wird durch einen Polizisten während der Sitzung überwacht, Kritik ist nicht erwünscht.
3816.10.2014Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-41)
Herr T. B.BundesnachrichtendienstVernehmung wird nach kurzer Zeit abgebrochen, denn dem Ausschuss wurden wichtige Unterlagen vorenthalten, die der Zeuge jedoch hatte.
39 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-42)
Frau G. L.BundesnachrichtendienstVernehmung wird nach kurzer Zeit abgebrochen, denn dem Ausschuss wurden wichtige Unterlagen vorenthalten, die der Zeuge jedoch hatte.
4006.11.2014Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-41)
Herr T. B.Bundesnachrichtendienst
Leiter Bad Aibling 2003 bis 2007
Codierungs- und Nachrichtentechnik
Vernehmung vom 06.11.14 wird wieder aufgenommen
41 Gegen Mitte der Befragung sind von CDU/CSU nur 2 von 7 Leuten da. Die Opposition ist komplett.Herr T. B.Bundesnachrichtendienst
Leiter Bad Aibling 2003 bis 2007
Codierungs- und Nachrichtentechnik
Bei Datenaufbereitung von überwachten Signalen dienen Metadaten zur Beurteilung, ob Daten interessant sind. Mit Metadaten bereitet man auf und führt weitere Schritte aus.
42  Herr T. B.Bundesnachrichtendienst
Leiter Bad Aibling 2003 bis 2007
Codierungs- und Nachrichtentechnik
Der selektierte Teil aller Daten wird vom BND gespeichert.
43  Herr T. B.Bundesnachrichtendienst
Leiter Bad Aibling 2003 bis 2007
Codierungs- und Nachrichtentechnik
In Bad Aibling wurde nicht nur Funk, sondern auch leitungsbasierte Kommunikation weiterverwertet.
44  Herr T. B.Bundesnachrichtendienst
Leiter Bad Aibling 2003 bis 2007
Codierungs- und Nachrichtentechnik
Juristen des BND waren der Auffassung, dass es legitim war die Kommunikation der Welthungerhilfe über zweitausendfach mal abzufangen. 
45  Herr T. B.Bundesnachrichtendienst
Leiter Bad Aibling 2003 bis 2007
Codierungs- und Nachrichtentechnik
Deutscher Journalisten sind als Grundrechtsträger zu schützen.
46  Herr T. B.Bundesnachrichtendienst
Leiter Bad Aibling 2003 bis 2007
Codierungs- und Nachrichtentechnik
Nicht-deutsche Journalisten sind in Bezug zum G-10 nicht zu schützen.
47 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-42)
Frau G. L.Bundesnachrichtendienst
Entwicklung/ Betrieb von IT-Systemen
Sachgebietsleiterin Bad Aibling 2007 bis 2008 oder 2009
Vernehmung vom 06.11.14 wird wieder aufgenommen. Viele Fragen kann sie angeblich nicht mehr beantworten oder beruft sich auf ihren Maulkorb. Am Ende ist sie nicht mehr vernehmungsfähig und ihr Anwalt fragt nach einem Arzt.
48  Frau G. L.Bundesnachrichtendienst
Entwicklung/ Betrieb von IT-Systemen
Sachgebietsleiterin Bad Aibling 2007 bis 2008 oder 2009
BND filtert Faxe, Emails, Telefonate. BND filtert keine aufgerufenen Webseiten und sozialen Netzwerkaufrufe.
49  Frau G. L.Bundesnachrichtendienst
Entwicklung/ Betrieb von IT-Systemen
Sachgebietsleiterin Bad Aibling 2007 bis 2008 oder 2009
BND meldet pro Monat 8.000 Inhalte an NSA.
5013.11.2014Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-52)
Herr W. K., begleitet von
BND-Anwalt Wolf
Bundesnachrichtendienst Unterabteilungsleiter
Abt. Technische Aufklärung (TA)
Eikonal wurde beendet, weil BND damit den Grundrechtsschutz nicht 100%ig sichergestellt hatte.
51  Herr W. K., begleitet von
BND-Anwalt Wolf
Bundesnachrichtendienst Unterabteilungsleiter
Abt. Technische Aufklärung (TA)
Schweigt sich über Dienstanweisungen zu Funktionsträgern aus.
52  Herr W. K., begleitet von
BND-Anwalt Wolf
Bundesnachrichtendienst Unterabteilungsleiter
Abt. Technische Aufklärung (TA)
BND hat einen Zugang zum FRA-Knoten. „Die NSA brauchte unsere Arbeitskraft.“
53  Herr W. K., begleitet von
BND-Anwalt Wolf
Bundesnachrichtendienst Unterabteilungsleiter
Abt. Technische Aufklärung (TA)
Eikonal wurde beendet, weil BND damit den Grundrechtsschutz nicht 100%ig sichergestellt hatte. Schweigt sich über Dienstanweisungen zu Funktionsträgern aus. BND hat einen Zugang zum FRA-Knoten.
54  Herr W. K., begleitet von
BND-Anwalt Wolf
Bundesnachrichtendienst Unterabteilungsleiter
Abt. Technische Aufklärung (TA)
Anwalt Wolf: „Zitate aus Zeitungsartikel aus eingestuften Unterlagen lassen einiges vermuten. Die Zeitungsartikel sind auf unzulässige Art und Weise zustande gekommen. Das ist nicht fair.“ Darauf Sensburg: „Sensburg: Zitate aus Zeitungsartikeln sind zulässig. Darauf Ströbele: „Herr Wolff, das fügt sich ein in die Drohungen der Bundesregierung gegen Abgeordnete, mit Gutachten und Kanzleramts-Briefen. Das finde ich unmöglich.“
55 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-63)
Herr L.Bundesnachrichtendienst
Projektleiter Eikonal ab 2005
 
56 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-62)
W. P.Bundesnachrichtendienst 
57 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss
Z-41 und Z-58)
Herr T. B.Bundesnachrichtendienst 
58 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss
Z-42 und Z-58)
Frau G. L.Bundesnachrichtendienst 
5904.12.2014Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-63)
Herr S. L.Bundesnachrichtendienst
Projektleiter „Eikonal“ (BND/NSA zapfen zwischen 2004 und 2008 einen Internet-Kabelknoten in Frankfurt an)
„Beim Durchforsten ausländischen Datenverkehrs wurden Informationen über Deutsche mit Hilfe von Filtertechnik und persönlicher Kontrolle effizient aussortiert.“
60  Herr S. L.Bundesnachrichtendienst
Projektleiter „Eikonal“ (BND/NSA zapfen zwischen 2004 und 2008 einen Internet-Kabelknoten in Frankfurt an)
„Wir haben uns streng an Recht und Gesetz gehalten“.
61  Herr S. L.Bundesnachrichtendienst
Projektleiter „Eikonal“ (BND/NSA zapfen zwischen 2004 und 2008 einen Internet-Kabelknoten in Frankfurt an)
Von einer Erfassung im Sinne des Datenschutzrechts kann nicht die Rede sein, wenn in einem frühen Stadium ein Zugriff auf Daten nur kurzfristig erfolge.
62  Herr S. L.Bundesnachrichtendienst
Projektleiter „Eikonal“ (BND/NSA zapfen zwischen 2004 und 2008 einen Internet-Kabelknoten in Frankfurt an)
Telekom als technischer Dienstleister bei Eikonal: Ziel war die Durchforstung von Telefonaten, deren Daten durch spezielle Leitungen fließen, weswegen Informationen über Deutsche unkompliziert auszusortieren und deren Grundrechte einfach zu schützen sind.
63  Herr S. L.Bundesnachrichtendienst
Projektleiter „Eikonal“ (BND/NSA zapfen zwischen 2004 und 2008 einen Internet-Kabelknoten in Frankfurt an)
Liegt eine G10-Genehmigung vor, so ist ein Netzbetreiber verpflichtet mit dem BND zusammenzuarbeiten. Zur Ausforschung der Telefondaten an dem Frankfurter Kabelknoten musste der BND mangels einer G-10-Genehmigung mit der Telekom anfangs eine Vereinbarung auf freiwilliger Basis treffen.
64  Herr S. L.Bundesnachrichtendienst
Projektleiter „Eikonal“ (BND/NSA zapfen zwischen 2004 und 2008 einen Internet-Kabelknoten in Frankfurt an)
Zunächst hatte die Telekom Zweifel an der Rechtmäßigkeit via G-10 verpflichtet zu werden. Doch das Kanzleramt Schröders unter SPD-Mann Steinmeier attestierte die Unbedenklichkeit.
65  Herr S. L.Bundesnachrichtendienst
Projektleiter „Eikonal“ (BND/NSA zapfen zwischen 2004 und 2008 einen Internet-Kabelknoten in Frankfurt an)
Anders als bei Telefonaten ist bei der Internet-Kommunikation eine Trennung von „ausländischen“ und „deutschen“ Daten schwierig, so dass Bundesbürger von einer Ausspähung in höherem Maße betroffen sind. Deshalb holte sich der BND für Eikonal bei der G-10-Kommission eine entsprechende Genehmigung ein, die dann die Telekom zur Kooperation mit dem BND zwang.
66 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-56)
Kai-Uwe RickeDeutsche Telekom, Vorstandsvorsitzender 2002-2006Kennt angbeblich weder ein Abkommen mit dem BND.
67  Kai-Uwe RickeDeutsche Telekom, Vorstandsvorsitzender 2002-2006Kennt angbeblich keinen Brief des Kanzleramtes, der der Telekom die Unbedenklichkeit attestierte Daten rauszurücken. Dabei war sein Name in diesem Schreiben erwähnt. Der Brief sei vielleicht bei anderen Stellen im Unternehmen gelandet, meinte der Ex-Chef
6818.12.2014Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-54)
Reinhardt Breitfelder
69 Jahre
Bundesnachrichtendienst,
ehemals Leiter Abteilung 2, Verantwortlicher für technische Aufklärung beim BND (2003-2006)
pensionierter Brigadegeneral
„Der BND hat keine Daten über Bundesbürger an die USA weitergeleitet.“
69  Reinhardt Breitfelder
69 Jahre
Bundesnachrichtendienst,
ehemals Leiter Abteilung 2, Verantwortlicher für technische Aufklärung beim BND (2003-2006)
pensionierter Brigadegeneral
„Recht ging vor Nutzen“.
70  Reinhardt Breitfelder
69 Jahre
Bundesnachrichtendienst,
ehemals Leiter Abteilung 2, Verantwortlicher für technische Aufklärung beim BND (2003-2006)
pensionierter Brigadegeneral
„Der BND hat von der NSA hochwertige Nachrichtentechnik bekommen wollen. Das ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen gewesen.“
71  Reinhardt Breitfelder
69 Jahre
Bundesnachrichtendienst,
ehemals Leiter Abteilung 2, Verantwortlicher für technische Aufklärung beim BND (2003-2006)
pensionierter Brigadegeneral
„Bei einer solchen Kooperation geht es nicht um „Freundschaft. Beide wollten ihre Interessen durchsetzen.“
72  Reinhardt Breitfelder
69 Jahre
Bundesnachrichtendienst,
ehemals Leiter Abteilung 2, Verantwortlicher für technische Aufklärung beim BND (2003-2006)
pensionierter Brigadegeneral
„Die Zusammenarbeit mit der NSA ist „heikel“. Ziel des US-Geheimdienstes: Möglichst automatisierter Zugriff auf die Datenströme.“
73  Reinhardt Breitfelder
69 Jahre
Bundesnachrichtendienst,
ehemals Leiter Abteilung 2, Verantwortlicher für technische Aufklärung beim BND (2003-2006)
pensionierter Brigadegeneral
„Der BND hat Wert darauf gelegt, durch technische „G-10-Filter“ und durch zeitaufwendige persönliche Kontrollen Informationen über Deutsche auszusortieren und so deren Weiterleitung an die USA zu unterbinden.“ Das Filtersystem hat funktioniert, soweit es ihm bekannt ist.
74  Reinhardt Breitfelder
69 Jahre
Bundesnachrichtendienst,
ehemals Leiter Abteilung 2, Verantwortlicher für technische Aufklärung beim BND (2003-2006)
pensionierter Brigadegeneral
„Es sind nur NSA-Geräte eingesetzt worden, die für die BND-Fachleute „transparent“ sind.“
75  Reinhardt Breitfelder
69 Jahre
Bundesnachrichtendienst,
ehemals Leiter Abteilung 2, Verantwortlicher für technische Aufklärung beim BND (2003-2006)
pensionierter Brigadegeneral
„Mehrfach hat die Zusammenarbeit „vor dem Scheitern“ gestanden.“ „Bei einer „Krisensitzung“ hat sich „am Tisch Frost ausgebreitet“, als er darauf bestanden habe, dass „deutsches Recht auf deutschem Boden“ gelte und dass dieser Grundsatz unverhandelbar sei.“
76 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-65)
Frau K. L.Bundesnachrichtendienst, Verfasserin des Schwachstellenberichts 
7715.01.2015Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-68)
Herr H.Deutsche Telekom, Mitarbeiter 
78 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-69)
Herr A.Deutsche Telekom, Mitarbeiter 
79 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-54)
Reinhardt Breitfelder
69 Jahre
Bundesnachrichtendienst,
ehemals Leiter Abteilung 2, Verantwortlicher für technische Aufklärung beim BND (2003-2006)
pensionierter Brigadegeneral
 
80 Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-65)
Frau K. L.Bundesnachrichtendienst, Verfasserin des Schwachstellenberichts 
8116.01.2015Öffentliche Zeugenvernehmung
(Beweisbeschluss Z-28)
Peter SchaarEhemaliger Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit 
      
      

Letzte Aktualisierung 11.01.2026

Tricksen und Täuschen ist immer mehr zum Mittel der Wahl des Staates geworden. Laut dem Völkerrechtler Hans Köchler liegt der Zweck von Geheimdiensten, egal für welche Seite sie tätig sind, immer in der Täuschung, nicht in der Suche nach der Wahrheit. Bildrechte: Vasili1316 auf Pixabay 2817039_1920