Finanzen

Willkommen auf der Finanzenhauptseite von analogo.de. Im Wirtschaftsleben kann eine neue Firma durch die Ausgabe von Aktien geschaffen werden. Einerseits erhält die Firma Geld für den Betrieb. Andererseits verschuldet sie sich mit Schuldverschreibungen bei ihren Aktionären, die das Geld lieferten. Die Schuldverschreibungen sind die Aktien, das Geld das Kapital. Kapital und Schulden heben sich gegeneinander auf bzw. addieren sich zu Null. Gewinnt an der Börse die eine Seite, verliert die andere Seite. Die Ungleichverteilung von Geld in Deutschland hat ein unerträgliches Niveau erreicht, das es zu senken gilt. Anschaulich macht dies die Reichtumsuhr

Wenn Geld gleich Macht ist und die Politik die Organisation der Macht, dann demonstriert das Ungleichgewicht von Geld eine Ungleichverteilung von Macht. Die demokratischen Prinzipien verhindern dieses Ungleichgewicht nicht, denn wenn deutsche Bundeskanzler geheimen Lobbyismus bevorzugen, lassen sie ihre Parteien einfach die dazu benötigten Gesetze verabschieden.

Der vor allem seit Angela Merkel (CDU) in Deutschland grassierenden Ungerechtigkeit folgte eine Erosion des Vertrauens der Menschen. Dahingegen begrüßen globale Investoren die Finanz-Konstrukte der EU, die es möglich machen, dass der schwedische IKEA-Konzern pro Jahr so viel Gewerbesteuer zahlt wie ein Kleinunternehmer mit 160.000 Euro Jahresgewinn.

Das vergiftete Politklima in Deutschland entspricht also einem florierenden Investklima der Großfinanz. Die Armen werden immer ärmer, und der Reichtum in Deutschland konzentriert sich in immer stärkeren Oligarchien. Die Bürger haben zum großen Teil das Vertrauen in das System verloren. Doch ist Vertrauen die Basis von Investment, auch privatem Investment. Das Themenfeld der Finanzen beschäftigt sich mit dem Studium von Investitionen.

Ein Großteil der Menschen in Deutschland hat Kapital nur in Form von Schuldscheinen zur Verfügung. Gerade 300 Euro beträgt die Sahne, die ein Durchschnittsverdiener monatlich abschöpfen kann, um sich außergewöhnliche Dinge zu leisten. Die meisten Bürger haben weniger. Den Finanzen des Staates geht es eigentlich genauso. Nur nimmt sich der Staat das Geld, was er braucht. Notfalls druckt er sich Neues.

Deutschland oder die Vereinigten Staaten von Amerika können es sich nur leisten, sich so stark zu verschulden, weil die industrielle Produktion im Hintergrund die Verschuldung gerade noch ermöglicht. So haben die Banken die Gewissheit, ihr Geld aus dem Verkauf der Industriegüter zurückzubekommen. Stürzt die deutsche Industrie ab (etwa durch einen systematischen Betrug durch die deutsche Automobilindustrie), fällt das Lügenhaus einer kaum gebremsten Verschuldung zusammen.

Finanzen = Glauben

Das Wort Lügenhaus lässt sich ersetzen durch das Haus der Mystiker bzw. Lobbyisten, denn bis heute streiten Finanzgelehrte, ob das Feld der Finanzen eine Wissenschaft oder eine Kunstform ist. Da es zu viele ungelöste Fragen gibt, zu der „Wissenschaftler“ keine definitorische Regel finden, reduziert sich die Frage der Finanzen auf ein Glaubenskorsett.

Die Bank gibt dem Privatmann fortan nur noch einen Kredit, wenn der Kreditnehmer glaubhaft versichern kann, dass er das Geld auch zurückzahlen kann. Banken aber, die ebenfalls vom Ruin betroffen sind, erhalten auch so einen Kredit, weil Politiker glauben, dass ansonsten das System zusammenbrechen würde.

Fast immer sind die Finanzen eine Glaubensfrage, was eine gute Erklärung ist, warum die Kirche in Deutschland so reich ist. Auch eine Änderung des finanziellen Systems in  Deutschland hin zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) ist eine Glaubensfrage. Zur Finanzierung des BGEs stehen gut durchgerechnete Modelle zur Verfügung. Mit dem BGE würde sich das System zum Beispiel insofern ändern, dass die Mehrwertsteuer stark erhöht würde.

Doch sind grundlegende Änderungen nicht die Sache der Deutschen, selbst wenn sie einem gerechten Zweck dienen würden. Dass das Modell der Verschuldung so wenig angezweifelt wird, weist auf die fatale Ignoranz seiner Bürger und tendenziell auf den Niedergang der Kultur hin: Nur tote Fische schwimmen im Strom.

Doch wenn der Verschuldungsgrad in einem Finanzsystem Überhand nimmt, und das Eigenkapital in Summe übersteigt, degradiert das Gemeinwesen. Das Vernachlässigen dieses Gemeinwesens zeigt sich auch in der mangelden Nachverfolgung offensichtlicher Straftaten. Die Justiz in Deutschland belangt sehr gerne die „kleinen Fische“, während sie die großen Fische weiterschwimmen lässt – selbst wenn sie schon tot sind.

Jakob Augstein prognostiziert, dass die res publica amissa, das vernachlässigte Gemeinwesen in Form der (Bundes)republik Deutschland untergehen wird. Der Untergang hat derweil begonnen, indem Millionen Deutscher ab Erhalt ihres Renteneinkommens in die Armut gerutscht sind.

Die Rolle der gläubigen USA

Dass die US-Amerikaner einen nicht unerheblichen Anteil an dieser Entwicklung haben, zeigt sich in der Arbeit des US-Geheimdienstes NSA. Denn diese zwielichtige Einrichtung finanziert den US-amerikanischen Halbleiterhersteller Intel in einem nicht unerheblichen Ausmaß. Da Erwartungen bzw. Vertrauen eine Basis für ein Invest ist, kann man davon ausgehen, dass Intel Speicherchips flächendeckend mit Überwachungseinrichtungen dieses US-Geheimdienstes versehen sind. So sagte es auch Edward Snowden.

Und so geht finanzieller Erfolg oft mit (politischem) Machtmissbrauch einher.

Die USA haben ein Händchen für die Finanzen. Obwohl hier nur 6,3 Prozent der Weltbevölkerung lebt, konzentrieren sich hier 50 Prozent des Weltgeldes. Daher wundert es nicht, wenn der Staat Vereinigten Staaten von Amerika der weltweit größte Schuldner ist, der als US-Regierung die Bedingungen seiner Schuldentilgung kontrollieren kann. Im Gegensatz dazu werden Länder wie Griechenland gedemütigt, die man aufgrund ihrer prozentual vergleichbar hohen Verschuldung gängelt. Auch hier sind die Finanzen wieder eine Glaubensfrage, was eine gute Erklärung ist, warum die „gläubigen Christen“ der USA so reich sind.

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Gewinnt an der Börse – wie hier an der Brüsseler Börse – die eine Seite, verliert die andere Seite. Wer viel hat, hat dies auf Kosten von anderen, weil letztere es für die Reichen erwirtschaftet haben. Bildrechte: waldomiguez auf Pixabay 1138460_1920

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